Zeiten & Orte

Wer forschen will, braucht Freiräume – sowohl zeitlich als auch örtlich. Denn der Pausengong nach 45 Minuten und die gewohnten vier Wände des Klassenzimmers ersticken so manchen Forschergedanken im Keim.

Forscherzeiten

Jenseits vom gewohnten 45-Minuten-Takt gibt es in der Schule viele Möglichkeiten, um neue Lernzeiten zu schaffen:

  • Forschertage/Projekttage oder Forscherwochen: Eine Klasse oder die ganze Schulgemeinschaft befasst sich mit einem Thema.
  • Feste Forscherzeiten (90 Minuten oder länger)
  • Freie Forscherzeiten im Rahmen des Ganztags: Die Schülerinnen und Schüler verfolgen eigene Fragen und Themen aus dem Unterricht weiter.
  • Offene Forscher-AG für alle Jahrgangsstufen
  • Tandem-Unterricht (2 Fächer, 2 Lehrkräfte): vor allem für fächerübergreifende Projekte geeignet (z. B. Mathe und Kunst); Unterrichtsstunden werden zusammengelegt

Es muss nicht gleich eine ganze Forscherwoche sein – fangen Sie klein an!

Lernorte

Orte außerhalb der Kita oder Schule eröffnen neue Sichtweisen auf die Dinge. Forschendes Lernen setzt an den alltäglichen Fragen und Interessen der Kinder und Jugendlichen an und findet deshalb idealerweise in authentischen Kontexten statt. Wenn Zehntklässler sich mit dem Thema „Heimat“ beschäftigen, sollten sie nicht nur das örtliche Museum besuchen, sondern ihren Stadtteil durchforsten. Wenn Kita-Kinder das Thema „Wasser“ unter die Lupe nehmen, bietet sich ein Ausflug zum Fluss oder Schwimmbad im Ort an.

Auch innerhalb der Schule können neue Lernräume entdeckt werden: eine Forscherecke, eine Lernwerkstatt, ein Grünes Klassenzimmer, die Wetterstation auf dem Schulhof,…

Kooperationspartner

Außerschulische Partner sind wichtig, denn sie ermöglichen neue Perspektiven auf das Forschungsthema. Daraus ergeben sich viele Synergien, von denen sowohl die Kinder und Jugendlichen als auch die Erwachsenen profitieren.

  • Kulturinstitutionen und Künstler:
    Ob Deutsch im Theater, Physik in der Kunsthalle oder Politik im Ballettsaal: Kooperationen mit Kulturpartnern eröffnen ungewohnte Herangehensweisen. Mit künstlerischen Methoden fördern sie insbesondere die Kreativität und den subjektiven Blick der jungen Forscher. Und ganz nebenbei wecken sie die Lust auf Kunst und Kultur!
  • Wissenschaftler:
    Vor allem für das Erforschen von naturwissenschaftlichen Themen sind Wissenschaftler bzw. wissenschaftliche Institutionen wertvolle Kooperationspartner. Sie helfen, anschauliche Antworten auf komplexe Fragen zu finden.
  • Eltern:
    Auch Eltern sind Experten für unzählig viele Themen. Sie lassen sich mit ihrem Wissen gut in die schulische Arbeit einbinden.
  • Andere Experten:
    Für jedes Forschungsthema lassen sich geeignete Experten finden, sei es ein Förster, Arzt, Bäcker oder Elektriker. Sie schlagen die Brücke zur Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen und machen das theoretische Wissen erfahrbar.
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